Hände waschen schützt vor Erkältungen und Grippe

Unser Immunsystem ist in den kälteren Monaten stark belastet, Viren und Bakterien können sich leicht übertragen – besonders bei mangelnder Handhygiene. Durch regelmäßiges Händewaschen kann die Verbreitung von Viren und Bakterien vermieden werden. 

Allerdings werden Erreger nicht nur durch den Handschlag übertragen, sie kleben an Handläufen von Rolltreffen, Treppengeländern, Türklinken, an den Griffen von Einkaufswagen und an den Tastaturen von Geldautomaten. Ebenso an den Haltegriffen von Bussen und Bahnen, an PC-Tastaturen und Telefonhörern – also überall wo Menschen hin fassen. Egal was man angefasst hat, man soll die Hände vom Gesicht fernhalten, da Viren und Bakterien auf diesem Wege sehr leicht über die Schleimhäute in den Körper gelangen.

Nach dem Waschen sollten die Hände sorgfältig abgetrocknet werden, damit man den Mikroorganismen kein feuchtes Milieu zur Weiterverbreitung bietet. 

Weitere Infos über das Thema „Hände waschen“ (Artikel vom 5. Mai 2018) finden Sie unter https://www.n-tv.de/wissen/Sollte-man-den-Handschlag-besser-lassen-article20418481.html

No-Hands-Aktion

In der  Universitätsklinik Mainz und in einer rheumatologischen Praxis in Wiesbaden stand ich am Eingang der jeweiligen Patientenaufnahme vor einem Plakat, wo zwei Hände beim Handschlag abgebildet sind, die wie bei einem Verbotsschild durchgestrichen sind.

Bei meiner Recherche im Internet wurde ich fündig: No-Hands-Aktion „Hände-schütteln vermeiden. Das ist nicht unhöflich, sondern umsichtig. Lächeln statt Händeschütteln“.

Auf der Webseite: http://www.no-hands.de/  informiert  Dr. rer. nat. Harutyun Melkonyan (promovierter Diplombiologe) umfangreich über das Thema „Hände schütteln vermeiden“. Das ist natürlich kein 100 % iger Schutz, aber  durch den Verzicht auf das Händeschütteln, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion deutlich.

Bei der No-Hands-Aktion – Händeschütteln vermeiden – geht es darum, die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch Unterlassen des „routinemäßigen“ Händeschüttelns und Einhalten der konsequenten Händehygiene zu senken. Händeschütteln ist zwar in unserem Kulturkreis eine Geste der Höflichkeit, nun wird jedoch eine Haltung eingeübt, die ohne Händeschütteln ebenso Anstandsgefühl und Respekt ausdrückt.

Eine Plakataktion soll Patienten und Besucher darüber aufklären und dazu ermutigen, sich freundlich, aber dennoch ohne Händeschütteln zu begrüßen. Diese sind an vielen Stellen im Haus aufgehängt und zusätzlich erhalten die Patienten einen Informationsflyer.                                                                                   

(Quelle: Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda)

Nicht nur in Mainz und Wiesbaden werden die „No-Hands-Plakate“  inzwischen aufgehängt, etliche Krankenhäuser und Praxen folgen diesem Beispiel. Die Plakate und auch Ansteckbuttons  können kostenlos von der o.g. Webseite heruntergeladen werden.

Aus dem Winter-Info-Brief 104/2019 der Scleroderma Liga e.V., 
Text und Redaktion Elke Frenzel 

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